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Überlegene Kernfärbeleistung: Hämatoxylin ist das klassischste Kernfärbemittel in der Histologie. Es bindet spezifisch an Nukleinsäuren und Proteine und erzeugt eine klare blau-schwarze Färbung im Zellkern. In Verbindung mit Eosin wird ein scharfer Kontrast zwischen Zellkern und Zytoplasma erzielt.
Einzigartige Metallkomplexierungseigenschaften:Hämatoxylin bildet mit verschiedenen Metallionen wie Fe³⁺ und Al³⁺ intensiv gefärbte Komplexe. Der Aluminium-Hämatoxylin-Komplex (Hämatoxylinsulfat) ist das am häufigsten verwendete Kernfärbereagenz. Durch die Auswahl unterschiedlicher Beizmittel kann ein breites Farbspektrum von blau-violett bis blau-schwarz erzielt werden.
Vielfältige Färbeanwendungen: Hämatoxylin eignet sich nicht nur für die routinemäßige H&E-Färbung, sondern kann auch in verschiedenen Färbetechniken eingesetzt werden, darunter die Baker-Säure-Hämatoxylin-Methode zum Nachweis von Phospholipiden, Myelinfärbung, Färbung verschiedener Organellen sowie dreidimensionale virtuelle Histologie mittels Röntgen-Mikro-CT.
Natürliche Herkunft und lange Geschichte: Der Extrakt des Blauholzbaums stammt aus dem Kernholz von Haematoxylum campechianum, das auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko heimisch ist. Im 18. Jahrhundert war es eine der am höchsten geschätzten Farbstoffquellen in Europa und nahm in der Geschichte des Farbstoffhandels eine wichtige Stellung ein.
Produktbeschreibung
Produktbeschreibung Hämatoxylin-Extrakt (Hämatein) CAS#475-25-2 / 8005-33-2
Hämatein, auch als oxidiertes Hämatoxylin bekannt, ist ein Oxidationsprodukt von Hämatoxylin mit der chemischen Bezeichnung 3,4,6a,10-Tetrahydroxy-6a,7-dihydro-6H-indeno[2,1-c]chromen-9-on. Seine Summenformel lautet C₁₆H₁₂O₆, und seine Molmasse beträgt 300.27. Bei Raumtemperatur liegt es als dunkelbraunes bis orangebraunes kristallines Pulver vor. Sein Schmelzpunkt beträgt 180°C, der Siedepunkt liegt bei etwa 361.5°C (geschätzt), und die Dichte beträgt etwa 1.2766 g/cm³ (geschätzt). In Bezug auf die Löslichkeit ist Hämatoxylin in Wasser und Methanol schwer löslich, mit einer Wasserlöslichkeit von 0.6 g/L bei 20°C. Es ist in DMSO löslich, in Methanol schwer löslich und in Ethanol löslich (Referenzkonzentration 1 mg/mL). Sein Farbindex ist C.I. 75290. Hämatoxylin ist der wichtigste färbende Bestandteil im Kernholzextrakt des Blauholzbaums (Haematoxylum campechianum, auch als Campecheholzbaum bekannt). Der Blauholzbaum ist auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko heimisch und war im 18. Jahrhundert eine der am höchsten geschätzten Farbstoffquellen in der europäischen Mode, wobei er eine wichtige Stellung im Farbstoffhandel einnahm. Der Blauholzbaumextrakt enthält etwa 8% Hämatoxylin, 27% Hämatoxylin, 36% Glykoside und Melasse, 5% natürliche Salze und 15% Wasser. Hämatoxylin entsteht durch Oxidation und kann mit verschiedenen Metallionen (insbesondere Fe³⁺ und Al³⁺) intensiv gefärbte Komplexe bilden. Hämatoxylin zeigt außerdem eine hemmende Aktivität gegenüber Casein-Kinase II (CK2) mit einem IC₅₀-Wert von 0.74 μM. Diese einzigartigen Färbeeigenschaften und Bioaktivitäten machen es wertvoll für Anwendungen in der Histologie, Farbstoffindustrie, pharmazeutischen Forschung und Kosmetik.
Produktanwendungen Hämatoxylin-Extrakt (Blauholzbaumextrakt) CAS#475-25-2 / 8005-33-2
Blauholzbaumextrakt und sein Hauptbestandteil Hämatoxylin sind wichtige natürliche Farbstoffe und biologische Färbemittel, die in der Histologie, Farbstoffindustrie, pharmazeutischen Forschung, Kosmetik und Lebensmittelbranche weit verbreitet eingesetzt werden.
In der Histologie und Pathologie ist Hämatoxylin eines der wichtigsten Kernfärbemittel. Die Hämatoxylin-Eosin-Färbung (H&E) ist die klassischste und am weitesten verbreitete histologische Färbemethode zur mikroskopischen Beobachtung und Differenzierung von Zellstrukturen. Hämatoxylin kann an Nukleinsäuren und Proteine binden, wodurch der Zellkern blau-schwarz, das Zytoplasma gelb, Kollagenfasern leuchtend rot und Mastzellgranula rötlich-braun erscheinen. Der Aluminium-Hämatoxylin-Komplex (auch als Hämatoxylinsulfat bekannt) ist ein gängiges Färbemittel für die Zellkerne menschlicher und anderer tierischer Gewebe. Hämatoxylin kann außerdem in der Baker-Säure-Hämatoxylin-Methode zum Nachweis von Phospholipiden, zur Färbung von Nervenmyelinscheiden und zur Färbung verschiedener Organellen eingesetzt werden. In den letzten Jahren wurden hämatoxylinbasierte Färbemethoden auch in der dreidimensionalen virtuellen Histologie mittels Röntgen-Mikro-CT und Nano-CT angewendet.
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